Priesterweihe Pater Provinzial Saji Mullankuzhy OH

Am 1. Mai wurde Frater Saji Mullankuzhy, Provinzial der Österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, in der Wiener Klosterkirche von Kardinal Christoph Schönborn zum Priester geweiht.

 

Insgesamt waren über 300 Gäste zur Feier in die Wiener Klosterkirche der Barmherzigen Brüder gekommen, darunter über 30 Priester sowie Barmherzige Brüder aus der Österreichischen, Bayerischen, Polnischen und Indischen Ordensprovinz.

 

Zu den Gästen zählten unter anderem Generalprior Frater Jesús Etayo Arrondo sowie die Generalräte Frater Joaquim Erra i Mas und Frater Vincent Kochamkunnel von der Generalleitung des Ordens in Rom, die Provinziale der Bayerischen, Polnischen und Indischen Ordensprovinz, zahlreiche leitende MitarbeiterInnen aus den Einrichtungen der österreichischen Ordensprovinz sowie die Geschwister von Frater Saji.

 

 

Evangelium und Barmherzigkeit

Kardinal Schönborn erinnerte in seiner Predigt daran, dass es ein langer Weg für Frater Saji war, bis er seine Berufung zum Priester verwirklichen konnte. Nun sei er als Priester dazu berufen, das Licht des Evangeliums und das Licht der Barmherzigkeit in die Welt zu bringen.

 

Danach fragte der Kardinal den Weihekandidaten, ob er bereit sei das Priesteramt auszuüben, was jene bejahte und vor dem Kardinal kniend Ehrfurcht und Gehorsam versprach. Während der Heiligenlitanei lag der Weihekandidat vor dem Altar. Es folgten die Handauflegung durch den Kardinal, die Einkleidung in die priesterlichen Gewänder durch Generalprior Frater Jesús sowie die Salbung der Hände und das Überreichen von Brot und Wein durch den Kardinal.

 

Nach der Eucharistiefeier dankte Frater Saji allen Anwesenden für ihr Mitfeiern und ihr Gebet, besonders hervor hob er seine anwesenden Brüder und Schwestern sowie seine Mitbrüder. Und er lud alle zu einer Agape ein. Abgeschlossen wurde der Tag mit einer feierlichen Maiandacht bei der der Neupriester den Primizsegen spendete.

 

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Von Indien nach Österreich

Frater Saji stammt aus dem südindischen Bundesstaat Kerala. Dort wurde er am 8. Mai 1978 geboren. „Das Charisma der Barmherzigen Brüder mit ihrem Einsatz für kranke, behinderte und benachteiligte Menschen hat mich sehr angesprochen. Daher bin ich gleich nach der Schule im Jahr 1999 in den Orden eingetreten“, blickt er zurück.

 

In Indien absolvierte er das Noviziat und begann das Scholastikat. „Nach dem ersten Jahr des Scholastikats sagte der indische Provinzial zu mir: ,Du wirst, wie bei uns üblich, eine Krankenpflegeausbildung absolvieren, aber nicht in Indien, sondern in Österreich – wenn du nichts dagegen hast.‘ Ich habe geantwortet: ,Eigentlich habe ich nichts dagegen, aber wenn ich mit der Sprache nicht zurechtkomme, möchte ich nach Indien zurückkehren dürfen.‘“ Dem stimmte der Provinzial zu und so kam Frater Saji 2004 nach Österreich.

 

Nachdem er Deutsch gelernt hatte, begann er in Wien die Krankenpflegeausbildung an der Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder Wien, die er 2008 mit dem Diplom der Gesundheits- und Krankenpflege abschloss. Im selben Jahr legte er auch seine Feierliche Profess ab. 2009 wurde er in den Konvent Linz berufen und arbeitete als Krankenpfleger im dortigen Konventhospital. Nebenbei absolvierte er eine zweijährige Ausbildung in Gebärdensprache und war dann auch in der Linzer Gehörlosenambulanz der Barmherzigen Brüder tätig.

 

 

Zweite Berufung

Daneben spürte er aber seit seiner Kindheit eine zweite Berufung, die zum Priester. Die war zwar zwischenzeitlich in den Hintergrund getreten, er hatte sie aber nie ganz aus den Augen verloren. So begann er 2010 in Linz mit dem Theologiestudium. Das musste er allerdings 2014 unterbrechen, als er als Prior nach Wien berufen wurde. „Weil damals zu den Aufgaben des Priors noch die Feiern zum 400-Jahr-Jubiläum des Wiener Krankenhauses kamen“, berichtet er. Nach eineinhalb Jahren konnte er schließlich das Studium an der Hochschule in Heiligenkreuz in Niederösterreich fortsetzen.

 

Im Frühjahr 2018 erhielt er das Absolutorium, wodurch er zur Weihe zum Diakon und zum Priester zugelassen wurde. Im Juli 2018 weihte ihn Kardinal Christoph Schönborn in der Wiener Klosterkirche der Barmherzigen Brüder zum Diakon. „Die Diakonweihe ist für mich ein ganz wichtiger Schritt zur Erfüllung meines Traums Priester zu werden“, sagte er damals. Knapp ein Jahr später ging dieser Traum nun in Erfüllung.

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